Technikgeflüster



Ihr fotografiert auch viel und Ihr steht auch vor der Frage, wie man am besten von Lightroom nach Capture One umzieht?

Meine Lightroom-Kataloge waren mit je 30.000 Fotos schon ziemlich groß. Unter Lightroom war die Performance schon mittelmäßig, und unter Capture One eher noch lausiger. Aber aufgrund der besseren Farbdarstellung mußte trotzdem ein Umzug nach Capture One erfolgen.
Capture One bietet einen Import-Dialog für Lightroom-Kataloge. Diesen habe ich zuerst auch benutzt, aber ich rate davon ab, wenn Ihr andere Möglichkeiten habt.

Die so entstandenen Kataloge habe ich entweder durch Katalog-Exporte (das ging noch halbwegs schnell, aber die Ordner-Struktur geht dabei verloren) oder durch Kopieren und Löschen von Datumsbereichen unterteilt in Kataloge mit weniger als 1000 Aufnahmen. Aber irgendwie gab es immer wieder Störungen, z.B. weil eine Datei offline war, irgendwann war auch meine Geduld zu Ende.

Schließlich mußte ich zu einer schon bei früheren Lightroom-Problemen gern genutzten Methode zurückgreifen: Da alle früheren Aufnahmen als DNGs mit eingebetteten Bewertungen etc. vorlagen, konnte ich entsprechenden DNGs einfach ein einen frischen Capture One Catalog importieren. Gerade soviel, wie Capture One gut verarbeiten kann, z.B. die Fotos von einem Quartal.

Wow, sowohl die Erzeugung der Kataloge als auch die Arbeit damit ging jetzt echt rasend schnell!
Der Import der 20 MB-DNGs (und etlicher 100 MB-Tiffs darunter) an Ort und Stelle erreichte damit eine Geschwindigkeit von fast 1000 Bildern pro Minute, alle anderen Methoden waren um Faktor 10 bis 100 langsamer bei sonst gleichen Bedingungen. Alle für mich wichtigen Eigenschaften wie Bewertungen, Farbmarkierungen, Stichwörter sind bei dieser Methode für alle DNGs und TIFFs erhalten geblieben.

Schade nur, daß Capture One zwar gut mit DNGs arbeiten kann, sie aber nicht selbst erzeugt. Aber das kann ja noch werden...

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